FDP Auslandsgruppe Paris

Aktuelles

29. Mai 2008

Die französische EU-Präsidentschaft

Die Pariser FDP hatte am 29. Mai 2008 Gelegenheit im Rahmen ihrer traditionellen Tischgespräche aus dem Munde eines im Rahmen des regelmäßigen Austauschs zwischen Berlin und Paris zur Zeit am Quai d’Orsai arbeitenden deutschen Diplomaten, Herrn Markus Wölke, über das Programm der am 1. Juli 2008 beginnenden halbjährigen französischen EU-Präsidentschaft informiert zu werden. Neben der Verabschiedung des Lissabon-Vertrages, der für die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union bei einer auf 27 Mitglieder angewachsenen Gemeinschaft von großer Bedeutung ist, wird die französische Präsidentschaft vier materielle Schwerpunkte setzen.

An 1. Stelle rangiert dabei das Themenfeld „Energie und Klimaschutz“. Sodann wird man das aus 5 Einzelmaßnahmen bestehende „Immigrationspaket“ angehen, um eine sich in allen Mitgliedstaaten entsprechende Immigrationspolitik zu erreichen. Den 3. Schwerpunkt stellt das Thema der europäischen Verteidigung einschließlich Zivilschutz dar, wobei es von der  gemeinsamen Rüstungsagentur bis hin zum jeweiligen Rollenverständnis und Verhältnis der EU zur Nato, in deren integrierte Struktur Frankreich zurückgekehrt ist, gehen wird. Schließlich soll eine Bilanz der europäischen Agrarpolitik gezogen werden, um diesen bis 2013 festgelegten Politikbereich für die Zeit danach angesichts der neueren Entwicklungen zu definieren.

Die brillante Analyse der einzelnen Politikfelder durch den Gastreferenten, nicht zuletzt aber auch seine Vermittlung des Atmosphärischen der Arbeit in einem deutsch-französischen europäischen Umfeld machten das hohe Interesse dieses faszinierenden Abends aus. 


3. April 2008

Deutsche Familienpolitik auf dem Prüfstand

Die FDP-Vizepräsidentin des Nordrhein-Westfälischen Landtags, Frau Angela Freimuth,  war am 3. April 2007 bei den deutschen Pariser Liberalen zu Gast und informierte im Lichte der zur Zeit von der deutschen Familienministerin geplanten neuen Maßnahmen über die bereits heute existierende deutsche Familienpolitik, die zwar anders als etwa die französische Politik mit zum Teil erheblichen finanziellen Mitteln die jungen deutschen Familien unterstützt. Die lebhafte Diskussion vermittelte einen guten Eindruck von den unterschiedlichen Erfahrungen junger Familien in Deutschland und dem westlichen Ausland.



29. Januar 2008

ARTE als Beispiel deutsch-französischer Zusammenarbeit

Frau Beatrice Angrand, Beraterin des Vorstands des deutsch-französischen TV-Senders ARTE und Mitautorin eines sehr instruktiven Buches über „L’Allemagne,  proche voisin de la France“  aus ihrer Zeit als Leiterin des Institut Francais in Rostock in den frühen 90er Jahren gab am 29. Januar 2008 im Cercle de l’Union Interalliée einen instruktiven Überblick über das hochkomplizierte Funktionieren des bekannten deutsch-französischen Fernsehsenders. Die wegen seines kulturellen Niveaus von vielen sehr hoch geschätzte Produktion dieses Senders beruht auf  zum Teil sehr unterschiedlichen Herstellungsmethoden der beiden Träger, ohne dass dies dem Betrachter unbedingt bewusst wird. Ein faszinierender Blick hinter die Kulissen einer deutsch-französischen Kulturinstitution und ihrer, oft auf unterschiedlichen Konzepten und Methoden beruhenden Arbeit, die schließlich zu einem gemeinschaftlichen Ergebnis zusammengeführt werden muss.


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